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09.11.2021 121Watt

Podcast: Digital Marketing Weekly NOV II 2021

Digital Marketing Weekly NOV II 2021

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Diese Woche zeigen wir dir in den 121STUNDEN, was sich durch das Update bei den PageSpeed Insights alles ändert. Wir vergleichen TikTok Ads mit Instagram Reel Ads und erklären dir, was Remarketing-Listen bei Google Ads sind. Außerdem lernst du, was es mit den neuen Conversion-Zielvorhaben in Google Ads auf sich hat und was deine ersten Schritte sind, wenn du mit E-Mail-Marketing starten möchtest. Zu guter Letzt erfährst du, wie dein Unternehmen von der Lean-Startup-Methode profitieren kann.

 

Unsere Themen in dieser Woche

 

Talk

121STUNDENtalk: Diese Woche mit Agile-Methoden-Profi Andreas Pihan

It’s Showtime!🎬✨ Zur 32. Folge unseres 121STUNDENtalks haben wir Andreas Pihan eingeladen. Er ist ein Profi, wenn es um Agile Methoden geht und mit ihm sprechen wir diese Woche besonders über das Thema Lean Startup. Andreas erklärt dir, was die Lean Startup Methode überhaupt ist und wie du sie in deinem Unternehmen einsetzt. Du lernst, wie wichtig das Mindset für die agile Arbeit ist und welche Tools du dafür verwenden kannst. Natürlich besprechen wir auch wie immer die wichtigsten Neuigkeiten aus dem Online-Marketing-Kosmos.

Klick dich rein! Bleib bis zum Schluss dabei! Am Ende verrät Andreas dir seine persönlichen Tipps für das Arbeiten mit der Kanban-Methode. Wir haben jede Woche die neusten Online-Marketing-Tipps, -Tricks und -Trends für dich parat. Wenn du nichts mehr verpassen möchtest,  dann folge der 121WATT bei YouTube, Facebook, LinkedIn, Instagram und Twitter. Oder abonniere unseren Podcast bei Spotify, Deezer und Apple Podcast. Wir freuen uns auf dich!

 

Advanced

SEO: Schon wieder ein Update bei den PageSpeed Insights

Erst im Juni 2021 kam das letzte große Update bei den Page Speed Insights (PSI). Google hatte die Core Web Vitals zu einem relevanten Ranking bei der Google Suche gemacht. Jetzt, vier Monate später, gibt es die nächste Neuerung: Die PageSpeed Insights-Website bekommt einen neuen Anstrich! Lerne alles zum Relaunch bei den Google Developers. Als besonderes Extra erklärt dir unser SEO-Spezialist Alexander Holl außerdem, was es mit den neuen Metriken und Analysemöglichkeiten bei den PSIs auf sich hat.

Der Basis-Code der PSI-Website ist bereits 10 Jahre alt und besteht zu großen Teilen aus sogenanntem Legacy Code – veralteter Code, der heutzutage nicht mehr weiterentwickelt wird. Das möchte Google natürlich nicht auf sich sitzen lassen und kündigte einen Relaunch an: Die Website soll noch dieses Jahr überarbeitet und benutzerfreundlicher werden. Auch ein neues Design soll der Website einen frischeren Touch verpassen.

Folgende Elemente werden sich im Zuge des Relaunches ändern:

Gleichzeitig haben auch die Google Chrome Developers ein neues Video veröffentlicht. Aus diesem geht unter anderem hervor, dass es bei den PageSpeed Insights sowohl neue Metriken als auch neue fortgeschrittene Analysemöglichkeiten geben wird. Unser SEO-Experte Alexander Holl hat für dich exklusiv zusammengefasst, was es mit den neuen Metriken und Analysemöglichkeiten auf sich hat.

 

Neue Core Web Vitals Metriken
Die vorgestellten Metriken lauten Overall Responsiveness und Smoothness.

Overall Responsiveness und Smoothness als neue Core Web Vitals Metriken

Diagnose von User-Flows
Auch wenn das im Augenblick deine Entwickler:innen implementieren müssen: Google erlaubt über die Lighthouse-Tools und deren API die Diagnose ganzer User-Flows. Was heißt das? Bis jetzt verwendet PageSpeed Insights als Basis für deine Metriken die Leistung einzelner Seiten. Aber mit der neuen Version können jetzt ganze User-Flows gemessen werden. Ein User-Flow bedeutet im klassischen Sinn, dass ein User auf die Startseite kommt, dann auf einige andere Seiten wechselt und dann zum Check-out geht. Mehr dazu findest du im Video.

user-flow-mit-der-lighthouse-api-messen

Hinweis: Das ist vielleicht eine Entwicklung, die genereller Natur von Core Web Vitals ist. Weg von der Betrachtung einzelner Ereignisse und Seitenaufrufe hin zur Messung der Schnelligkeit, Interaktion und Stabilität der Seite, während Nutzer:innen Aufgaben erledigen möchten.

🔍 Alle weiteren Neuerungen erfährst du direkt bei Google.

 

Beginner

Social Ads: TikTok versus Instagram – Performance im Überblick

Kurzvideoformate sind absolut angesagt. Das steht außer Frage. Ende September 2021 veröffentlichte TikTok, dass sie mit monatlich mehr als 1 Milliarde aktiven Nutzer:innen glänzen. Instagram verzeichnet seit seinem Launch im Oktober 2010 einen gleichermaßen rasanten Aufstieg mit ebenso 1 Milliarde aktiven Nutzer:innen pro Monat und schafft es unter die vier größten sozialen Netzwerke weltweit. Die Beliebtheit von Instagram Reels wächst, seit der Einführung von Reel Ads im Juni 2021. Wir stellen TikTok Ads und Instagram Reel Ads einander gegenüber und werfen gemeinsam mit Creatopy den Blick auf ein Experiment, das die Performance und Markenbekanntheit beider Konkurrenten beleuchtet.

Die Rahmenbedingungen des Experiments
In den USA wurden im Zeitraum zwischen dem 14.09. und 05.10.2021 eine Ad, ein 15-sekündiges Produktvideo, als identische Copy sowohl auf TikTok als auch Instagram Reels ausgespielt. Für das Targeting der Zielgruppe wurden dieselben Kriterien eingestellt. Hierbei wurde nicht nur die Altersgruppe zwischen 24 und 45 Jahren unter die Lupe genommen, sondern auch Personen, die sich für Bildung, Technologie oder Apps interessierten.
Da auf TikTok die Targeting-Möglichkeiten breiter als bei Instagram Reels sind, wurde für das Experiment aus Gründen der Vergleichbarkeit nur das Interessen-Targeting ausgewählt.

🔐 Key Takeaways
Instagram hat TikTok deutlich überrannt. Der größte Unterschied ist bei der Reichweite und den Impressionen zu erkennen. Bei gleichem Tagesbudget ist die Reichweite bei Instagram fast doppelt so hoch verglichen mit TikTok. Auch die Impressionen sind bei Instagram fast dreimal höher. Beim Budget ist Instagram ebenfalls der Gewinner: Um 1.000 Personen zu erreichen, wurden bei Instagram 2,60 USD (circa 2,25 Euro) und bei TikTok 5,03 USD (circa 4,36 Euro) ausgegeben. Das investierte Budget lag bei TikTok knapp ums Doppelte höher. Die Kosten per Klick (CPC) zeigten auf beiden Plattformen keine gute Performance. Das zeigten die hohen Impressionen bei geringen Klickzahlen. Bei Instagram lag der CPC bei 35,72 USD (circa 30,98 Euro) und bei TikTok bei 28,08 (circa 24,35 Euro).
Fazit: Die Instagram Reel Ad performte bei gleichem Budget besser als die TikTok Ad. Das trifft sowohl auf die Reichweite als auch auf die Kosten zu.

Ergebnisse: Vergleich zweier Kampagnen von TikTok und Instagram
👍 Top-Tipp für die Praxis
Es ist nicht empfehlenswert, dieselbe Anzeige auf zwei Plattformen zu schalten. Beachte immer das Nutzerverhalten, welches von Plattform zu Plattform variiert. Nur so gelingt es dir, relevante Inhalte für die einzelnen Kanäle zu produzieren.

🔍 Möchtest du weitere Informationen zu Kampagnen-Vergleiche auf TikTok und Instagram erhalten? Dann schau unbedingt in diesem Artikel vorbei.

Patrick Klingberg

🎉💡 Ein Extra für dich: Social Media-Landkarte von Patrick Klingberg
Bei der 121WATT folgen wir dem Motto “We share knowledge” und laden unsere Expertinnen und Experten ein, unsere Artikel mit ihrem Know-how und ihren wertvollen Input zu würzen.
Digital-Marketing-Experte Patrick Klingberg hat eine Social Media-Landkarte erstellt, die die Performance der Social Kanäle genau beleuchtet. Um dir diese zugänglich zu machen, lädt er dich auf Discord ein:  https://discord.gg/kapr2FXjyn
🔎 Melde dich bei Discord an und klicke auf den Twitch-Kanal unter Kategorie: Ankündigung.

 

Beginner

Google Ads: Was sind eigentlich Remarketing-Listen?

Kennst du das? Du rufst eine Website für ein bestimmtes Produkt auf, schließt die Seite wieder und plötzlich werden dir bei Google Anzeigen genau mit diesem besuchten Produkt angezeigt? Dieses Phänomen hat einen Namen: Remarketing-Listen für Suchanzeigen (RLSA). Das sind Wiedervermarktungslisten, die du für Suchanzeigen erstellst. Nehmen wir an, du hast Interesse an einem Wanderschuh bekundet. Google schreibt dich auf eine Liste, und sorgt dafür, dass du dieses Produkt nicht so schnell wieder vergisst.
Heute zeigen wir dir gemeinsam mit Hubspot, wie du als Unternehmen Remarketing-Listen einsetzt, um Interessent:innen in deine Kundinnen und Kunden zu verwandeln.

So legst du los, um Remarketing-Listen zu erstellen und zu nutzen:

  1. Kenne deine Zielgruppe
    Wie bei anderen Marketingprozessen ist es wichtig, dass du deine Zielgruppe gut kennst. Das ist eine grundlegende Voraussetzung, bevor du deine Listen erstellst oder Anzeigen schaltest. Buyer Personas und Customer Journeys helfen dir dabei zu erkennen, wo sich deine Kundinnen und Kunden im Kaufentscheidungsprozess befinden. So kannst du anschließend gezieltere Anzeigen erstellen. Passe deine Gebote auch auf Grundlage der demografischen Merkmale an. Günstig ist es, wenn deine Nutzer:innen während ihrer Recherche bereits bei Google angemeldet sind. Denn genau das spielt dir in die Karten: Du kannst deine Gebote und Listen anhand der Informationen wie Geschlecht und Alter spezifisch anpassen.
  2. Passe Gebote an die Nutzerphase an
    Nutzer:innen durchlaufen während ihrer Suche verschiedene Phasen, die in der Customer Journey abgebildet werden. Eine genaue Customer Journey zeigt an, welche Call-to-Actions für deine Kundinnen und Kunden am wichtigsten sind, damit du Conversions erzielst.
  3. Passe das Wording an
    Beachte immer, dass das Wording mit deinen Retargeting-Anzeigen, also den Handlungen, die der Nutzer ausführen sollen, harmoniert. Befindet sich eine Person beispielsweise beim Preis auf der Produktdetailseite, dann kannst du über eine Anzeige auf einen Rabatt hinweisen. So stupst du deine User:innen immer einen Schritt näher in Richtung Conversion. Erstelle hierfür spezielle Tags in deinem Google Ads-Konto. Hier hinterlegst du, welche Aktion zu welchen Anpassungen von Geboten und Anzeigentexten führt, damit diese zu den Handlungen deiner Interessent:innen passen.
  4. Schaffe Upsell-Möglichkeiten
    Nutze Retargeting-Listen ebenfalls bei bereits konvertierten Nutzer:innen, also Käufer:innen. Zurück zum Beispiel Wanderschuhe: Du verkaufst Wanderschuhe und wirst Kundinnen und Kunden, die sich nicht auf deiner Website registriert haben, zunächst keine Wanderhose anbieten. Wenn allerdings ein User einen Kauf tätigt und du eine Remarketing-Liste angelegt hast, dann kannst du der Person eine Anzeige mit Wanderhosen ausspielen und so ein Upselling schaffen.
  5. Biete für breitgefächerte Suchbegriffe
    Natürlich sollten die Suchbegriffe mit dir als Unternehmen in engem Zusammenhang stehen. Jedoch sind auch weit gefasste Suchbegriffe hilfreich. Beispiel: Bist du The North Face, dann suchen deine Kundinnen und Kunden eventuell auch nach Marken wie Lowa, Salomon oder Meindl, bevor sie sich für deine Marke entscheiden. Biete daher auch auf Markennamen deiner Konkurrenz.
    ❗Die Keywords zu deinem Unternehmen sind am relevantesten. Daher solltest du es vermeiden, überwiegend auf allgemeine Suchbegriffe zu bieten.

🔍 Möchtest jetzt selbst mit Remarketing-Listen arbeiten? Weitere Tipps zur Umsetzung findest du hier im Artikel von Hubspot.

 

Advanced

Google Ads: Die neuen Conversion-Zielvorhaben

Google hat auf seiner englischen Hilfe-Seite gleich drei neue Features vorgestellt, die dir das Verwalten deiner Conversions erleichtern sollen. Das Spannendste dieser drei sind wohl die neuen Conversion-Zielvorhaben. Wir haben hier die wichtigsten Informationen für dich zusammengefasst. Wir haben außerdem unseren Google-Ads-Experten Marc Stürzenberger gefragt, was dir die Neuerungen wirklich bringen.

Mit diesem Tweet hat Ginny Marvin, Head of Google Ads Product Liaison, die Neuerungen angekündigt:

Introducing conversion goals to make conversion management easier, plus Tag Assistant support & conversion value change explanations.

Note, these updates won’t affect your existing conversion settings and no action is required.

Learn more: https://t.co/Oq8Q4XVydu pic.twitter.com/KRKXApXsUU

— AdsLiaison (@adsliaison) November 1, 2021


Das sagt unser Experte Marc Stürzenberger - PortraitMarc Stürzenberger zu den neuen Conversion-Zielvorhaben:

„Mit Hilfe der Einführung der neuen Conversion-Zielvorhaben können Conversion-Aktionen besser organisiert werden. Ziele (Aktionen) die die Besucher/Kunden auf der Webseite ausführen sollen, werden als Conversion-Aktionen bezeichnet. Ähnliche Kategorien – wie beispielsweise Käufe – werden in Gruppen automatisch zusammengefasst und bilden somit ein gemeinsames Zielvorhaben.

Die semantisch sinnvolle Gruppierung der Conversion-Aktionen hat Google noch weitere Datenpunkte, die so für das Bidding eingesetzt werden können. Ferner werden die Conversions besser organisiert und strukturiert. Somit kann dies positiven Einfluss auf das Smart Bidding sowie weitere Optimierungsmöglichkeiten haben.

Zukünftig werden bei der Erstellung von neuen Kampagnen die Conversion-Aktionen in den nächsten Wochen nach den neuen Conversion-Zielen gruppiert angezeigt. Bestehende Conversion-, Conversion-Optimierungs- und Gebotseinstellungen werden nicht automatisch geändert. Somit müssen keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden.“

Conversion-Zielvorhaben
Ein Conversion-Zielvorhaben ist eine Überkategorie und bündelt mehrere Conversion-Aktionen (siehe unten), die du so besser verwalten und optimieren kannst, um deine Werbeziele präziser zu erreichen. Unter dem Conversion-Zielvorhaben Kauf befinden sich – wie der Name schon sagt – alle Aktionen, die mit einem Kauf zu tun haben, wie zum Beispiel ein Kauf über deine Website oder deine App.
Durch das Zusammenfassen der Ziele weiß Google, welche deiner Ziele dir am wichtigsten sind und kann so das automatische Bidding verbessern. Du sparst darüber hinaus Zeit, da als Standard ausgewählte Conversion-Zielvorgaben bei neu zu erstellenden Kampagnen automatisch berücksichtigt werden können. Diese kommen außerdem bei den Smart-Bidding-Strategien zum Tragen. Auf diese Weise stehen mehr Daten zur Verfügung, was das maschinelle Lernen vorantreibt und die Optimierungen noch zielgerichteter macht.
Du hast die Möglichkeit, benutzerdefinierte Zielvorhaben zu erstellen. Dabei fasst du verschiedene Conversion-Aktionen zusammen, die für dich persönlich wichtig sind. Beispielsweise kombinierst du das primäre Ziel Kauf mit dem sekundären Ziel Lead-Formular senden.
❗️Die benutzerdefinierten Conversion-Zielvorhaben solltest du nur erstellen und nutzen, wenn du bereits ein erfahrener Google Ads-User bist und dich gut auskennst. Als Anfänger:in solltest du hier unbedingt vorerst nur auf die Standard-Zielvorhaben zurückgreifen.

Conversion-Aktionen
Conversion-Aktionen betreffen bestimmte Handlungen, die besonders wichtig sind und deine Kundinnen und Kunden ausführen sollen: ein Kauf, ein Download oder ein Anruf. Die Aktionen kannst du in zwei Kategorien unterteilen:
Primäre Aktionen werden für Gebote verwendet, deren Zielvorhaben ebenfalls für das Bidding eingesetzt wird.
Sekundäre Aktionen verwendest du nicht für Gebote. Das, der Aktion zugeordnete Conversion-Zielvorhaben wird für das Bidding eingesetzt.

🔍 Hier bei Google findest du alle Informationen zu den neuen Zielvorhaben. An einer anderen Stelle kannst du nachlesen, wie du deine Conversion-Zielvorhaben verwalten kannst.

 

Beginner

E-Mail-Marketing: Deine ersten Steps

Ob du es glaubst oder nicht: E-Mail-Marketing ist immer noch eine der beliebtesten Online-Marketing-Disziplinen, wenn es darum geht, mit Kunden zu kommunizieren. Letztes Jahr konnten über 80 Prozent aller Marketer:innen einen Anstieg ihrer E-Mail-Interaktionsraten feststellen. Auch die junge Generation Z (Jahrgänge 1997 bis 2010) zieht es, laut der Studie OK Zoomer, vor, per E-Mail kontaktiert zu werden. Bist du jetzt davon überzeugt, E-Mail-Marketing zu betreiben? Gut! Denn diese Woche lernst du bei Semrush, wie du damit startest.

Der große Vorteil von E-Mails ist, dass dein Kunde sie freiwillig liest. Im Gegensatz zu Social Media-Anzeigen oder YouTube-Werbespots entscheiden sich deine Kundinnen und Kunden aktiv dazu, deine E-Mail anzuklicken und die Inhalte anzusehen. Dabei hat E-Mail-Marketing viel Potenzial, einen hohen ROI zu erzielen. Aus einer Studie geht hervor, dass der durchschnittliche ROI im Jahr 2019 bei 4200 Prozent lag. So hoch wie bei sonst kaum einem Marketing-Kanal.

So erstellst du sicher deine erste E-Mail-Marketing-Kampagne:

1. Mailing-Liste
Um ein Mailing zu verschicken, brauchst du zunächst Abonnent:innen. Diese generierst du über ein Formular auf deiner Website oder über Social Media. Du kannst so viele Informationen abfragen, wie du möchtest. Es ist allerdings ratsam, nicht zu viel von deinen Nutzer:innen zu verlangen. Vorname und E-Mail-Adresse sind in den meisten Fällen völlig ausreichend. Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, nutzt du am besten das Double-Opt-in-Verfahren. Nachdem sich eine Person für deine Mailing-Liste angemeldet hat, versendest du zunächst eine E-Mail, in der die Person die eigene E-Mail-Adresse nochmal bestätigen muss. Erst dann wird sie in deinem E-Mail-Verteiler aufgenommen. Denke auch daran, dass du in deinen Mailings deinen Kundinnen und Kunden jederzeit die Möglichkeit bietest, sich wieder von der Liste auszutragen.

2. E-Mail-Provider
Die Liste der Bulk-Mail-Provider ist lang. Neben Mailchimp, Active Campaign und Inxmail gibt es noch viele weitere, die du wählen kannst. Prinzipiell haben alle ähnliche Funktionen. Trotzdem solltest du dich damit näher beschäftigen. Überlege dir, was dir besonders wichtig ist, und nimm dir Zeit, das geeignete Tool auszuwählen.

3. Marketing-Plan
Zunächst stellst du klar, was du mit deinen E-Mails überhaupt erreichen willst und legst passende KPIs fest. Mögliche Ziele sind:

Um einen konkreten Plan zu erstellen, solltest du wissen, wer die Empfänger:innen deiner Mailings sind und wie du sie am besten ansprichst. Aus deren Interessen ergibt sich dein Content. Finde heraus, was deine Zielgruppe beschäftigt und was sie gerne liest.

4. Design
Das Design deiner E-Mails sollte zu deiner Corporate Identity (CI) passen. Verwende Farben, Formen und Schriftarten, die du auch sonst auf deiner Website und zur Kommunikation verwendest.
Eine gute E-Mail besteht auch nicht nur aus langweiligem Text. Füge Bilder, Videos, oder Links hinzu, um sie ansprechender zu gestalten. Gleichzeitig muss sie für deine Kundschaft leicht zu lesen und intuitiv zu navigieren sein.

5. Teste dein System
Bevor du live gehst, spielst du den kompletten Prozess einmal im Rahmen eines Testlaufes durch. Hierfür meldest du dich selbst zu deiner E-Mail-Liste an und schickst eine Testmail an dich und eine überschaubare Zahl von weiteren Personen. Empfehlenswert ist es, deinen Mailing-Text vor dem großen Versand ins Lektorat zu geben. Schließlich soll vor dem Launch alles richtig sitzen. Überprüfe auch, ob deine E-Mails auf mobilen Endgeräten richtig dargestellt werden.

6. Automatisierung
Läuft deine Kampagne, kannst du darüber nachdenken, Automatisierungen einzurichten und beispielsweise Willkommens-Mails, Reminder oder personalisierte Inhalte ganz automatisch zu versenden. Je nach Verhalten der einzelnen Empfänger:innen werden diese passend ausgelöst.

🔍 Alle Informationen zum Start mit E-Mail-Marketing findest du bei Semrush.

 

Advanced

Lean Startup: Nur ein Trend oder wirklich praxistauglich?

Entwickeln, messen, optimieren. Lean Startup ist ein Vorgehen, das es dir ermöglicht, zum einen schlanke Prozesse aufzusetzen und zum anderen für deine Zielgruppe wirklich relevante Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Im Zentrum eines jeden Entwicklungsprozesses steckt ein MVP, abgekürzt für Minimum Viable Product. Wir haben die Lean Startup-Methode diese Woche unter die Lupe genommen und zeigen dir gemeinsam mit Digitale Neuordnung, wie der Zyklus funktioniert und wie du das Konzept in der Praxis umsetzen kannst.

Möchtest du die Basics der Lean Startup-Methode in vier Schritten kennenlernen? Dann klick dich zuerst in das Erklärvideo.

So funktioniert der Lean Startup-Zyklus:

  1. 🛠 Bauen
    Zuallererst beginnst du mit dem Bauen, dem schwierigsten Schritt im Lean Startup-Kreislauf. Dabei besteht die Kunst nicht darin, direkt ein Meisterwerk mit zahlreichen, ausgeklügelten und nützlichen Funktionen umsetzen zu wollen, sondern darin, ein einfaches Produkt zu erstellen. Das beinhaltet nur die für die Nutzer:innen vermutlich kaufentscheidenden Funktionen. Mit diesem Minimal Viable Product (MVP), also dem „minimal überlebensfähigen Produkt“, steigst du sodann in den Markt ein. Während der Entwicklung ist es deine Aufgabe, Hypothesen festzulegen: Welche Kriterien könnten deinen Nutzer:innen wichtig sein? Diese bestätigst oder falsifizierst du während des gesamten Vorgehens, ohne dabei darauf abzuzielen, möglichst viel zu bauen. Die Lean Startup-Methode ist darauf ausgerichtet, Durchlaufzeiten zu minimieren und einfach zu starten.
  2. 📈 Messen
    Definiere für dein MVP vorab Kriterien, die du messen möchtest. Frage dich zum Beispiel, welche Reaktionen du von deinen Kundinnen und Kunden darauf erwartest. Denn genau diese Rückmeldungen helfen dir dabei, dein Produkt weiterzuentwickeln. Du erfährst, auf welche Features deine Zielgruppe besonderen Wert legt. Hast du die Bedürfnisse und Erwartungen genaustens im Blick, gelingt es dir, eine kundenzentrierte Lösung zu kreieren.
  3. 💡Lernen
    Mit jedem Ende eines Lean Startup-Kreislaufs beginnt der nächste. Definiere gemeinsam mit deinem Team Datenpunkte, die Annahmen zur Funktionalität des Produktes abbilden, um diese verifizieren oder falsifizieren zu können. Nur so bekommst du das richtige Gespür für die Bedürfnisse und Erwartungen deiner Zielgruppe. Auf der Basis ihres Feedbacks lassen sich neue Annahmen formulieren, die dich durch den nächsten Zyklus leiten. So schaffst du es, dein Produkt nah an deinen Kundinnen und Kunden gesichert weiterzuentwickeln.

Das Lean Startup-Vorgehen in deiner Praxis
Von der ersten Idee deines Produktes bis zu dessen Eintritt in den Markt vergeht Zeit. Währenddessen hast du einige Hürden zu meistern. Das Lean Startup-Konzept ergänzt Design Thinking und die Scrum-Methode. Design Thinking ermöglicht es dir, in einer frühen Phase Ideen zu finden und dein MVP zu bauen. Mithilfe von Scrum kannst du Produkte ständig weiterentwickeln. Unsere Grafik verdeutlicht, dass die Lean Startup-Methode die Brücke zwischen dem Ansatz Design Thinking und Agile spannt. Für Start-ups, die über wenig Ressourcen verfügen, bietet Lean Startup die Möglichkeit, ein marktfähiges Produkt kostengünstig entwickeln zu können. Auch für den Mittelstand oder Konzerne hat dieser Ansatz Vorzüge. Sie sind in der Lage, schneller Entscheidungen zu treffen und umfangreiche Planungen zu reduzieren.

Design Thinking, Lean Startup und Agile Methoden

Lean Startup Canvas für deinen Workflow
Das Lean Startup Canvas ermöglicht es dir, deine Hypothesen, Experimente und Learnings anschaulich abzubilden und Fortschritte festzuhalten. Hier findest du einen Downloadlink für deine eigene Umsetzung.

  1. Hypothese: Was sind deine Annahmen deines Vorgehens?
  2. Experiment: Wie möchtest du deine Annahmen testen?
  3. Bewertungskriterien/ Erwartungshorizont: Was sind deine Erwartungen? Wann ist dein Experiment erfolgreich verlaufen? Wann kannst du deine Hypothesen falsifizieren?
  4. Ergebnisse: Hier fasst du dein Feedback zusammen.
  5. Hypothese bestätigt? Hier dokumentierst du knapp durch ein “Ja oder Nein” und begründest, wieso sich deine Hypothese als falsch erwiesen hat.
  6. Learnings: Was hast du gelernt? Dokumentiere deine Rückschlüsse in Bezug auf deine Ergebnisse. Wie gehst du im Anschluss weiter vor?

🔍 Lean Startup-Beispiele aus Unternehmen und weiterführende Informationen findest du in dem Artikel von Digitale Neuordnung.

 

Tool-Tipp

🔧 Neues aus der Tool-Kiste:
Konkurrenz-Check mit Similarweb

Mit Similarweb gelingt es dir, deine Zielgruppe, den Markt und deine Konkurrenz genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Tool ermöglicht dir Einblicke in die Website-Daten deiner Mitbewerber:innen. Damit erlangst du tiefergehende Insights in den Markt. Gibst du in der Suchleiste die URL deiner Konkurrenz ein, versorgt dich das Tool unmittelbar mit Informationen und Kennzahlen. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Website groß und relevant genug ist. Lege los mit deiner Analyse und finde die wichtigsten SEO- und SEA-Kennzahlen der anderen heraus. Gleichzeitig erfährst du mehr darüber, für welche Themen sich deine Zielgruppe interessiert.

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