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27.08.2021 121Watt

Podcast: Digital Marketing Weekly SEP I 2021

Digital Marketing Weekly SEP I 2021

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Diese Woche zeigen wir dir in unseren 121STUNDEN was es mit dem Ärger um die Title Tags auf sich hat, welche Call-to-Actions du unbedingt kennen solltest und du lernst, wieso sich Google Free Listings auch für dich lohnen. Außerdem erfährst du, wie du mithilfe eines Usability-Tests die Nutzerfreundlichkeit deiner Website identifizieren kannst und wie du Content Syndication bestmöglich nutzt. Zu guter Letzt erfährst du, wie Marketingpsychologie und Behavioral Pattern zusammenhängen.

Unsere Themen in dieser Woche

 

Beginner & Advanced

SEO: Google und der Ärger um die Title Tags 

In den letzten Wochen haben SEOs aus der ganzen Welt eine beunruhigende Entdeckung gemacht. Google hat reihenweise optimierte Title Tags durch andere Elemente aus der jeweiligen Website ersetzt. Dabei wurden andere Text-Elemente von der Seite als Title dargestellt. Was schon lange bei der Meta Description und bei URLs passiert, trifft nun also auch auf die Title Tags zu. Das Search Engine Journal hat alle Facts für dich zusammengefasst.

Es ist offiziell: Google hat die Art und Weise, wie Titel für Webseiten generiert werden, überarbeitet. Was die letzten Wochen über nur Gegenstand reiner Spekulationen war, wird nun Wirklichkeit:

Last week, we introduced a new system of generating titles for web pages. Here’s the rundown on how it works: https://t.co/tgOGR8y8Ww

— Google Search Central (@googlesearchc) August 25, 2021

Verständlicherweise hat das bei vielen SEO-Verantwortlichen für Frust und Wut gesorgt. Die ganze Optimierungsarbeit kann so einfach zunichte gemacht werden. Teilweise werden optimierte Titel durch H1- oder H2-Tags, Datumsanzeigen oder Anchor-Texten, die auf die Seite verweisen, ersetzt. Für viele wirkte das willkürlich und nicht wirklich sinnvoll. Die Twitter-Nutzerin Lilly Ray beschreibt die Situation mit einem Meme:

 

SEO strategy in 2021:

“Our plan is to write new title tags and meta descriptions for your site, as well as adding canonical tags, but there’s no guarantee Google will use any of it.”

¯\_(ツ)_/¯ pic.twitter.com/unmkIOQ8AL

— Lily Ray 😏 (@lilyraynyc) August 18, 2021

Google allerdings beteuert, dass das neue System wirklich nur auf Title zutrifft, bei denen Google selber das Gefühl hat, dass sie nicht zur Website oder zur Suchintention passen. Mögliche Kriterien können hier sein, dass der Title zu lang ist, zu viele Keywords enthält (Stichwort: Keywordstuffing) oder einfach gar keinen Text enthält.

Kann ich jetzt aufhören, meine Title zu optimieren?
Hier hat Google eine klare Antwort: Nein. Titel-Optimierung ist immer noch ein wichtiger Bestandteil der SEO-Arbeit. Glaubt man den Aussagen von Danny Sullivan von der Google SearchLiasion, so betreffen die Änderungen weniger als 20% aller Title Tags. 

💡 Du brauchst noch Tipps zum Optimieren deiner Title Tags? Hier findest du einen kompletten Guide.

Bereits bevor Google das Update bestätigt hat, hat Danny Sullivan selbst den Wunsch nach einem „Ich meine es wirklich so“-Button geäußert. Dieser solle pro Website fünf bis zehn Mal über die Search Console angewendet werden können und in den Fällen helfen, in denen Google das Title Tag verändert, der Webmaster aber unbedingt auf seinem eigenen Title Tag besteht. Ob dieses Tool in der Zukunft existieren wird, wissen wir allerdings nicht. Google selbst hat sich noch nicht dazu geäußert.

Alles zum Update findest du beim Search Engine Journal.

 

Beginner

Call-to-Action: Welche Call-to-Actions sollte ich kennen?

Du möchtest deine Kunden überzeugen, den nächsten Schritt zu gehen und bewussten Handlungsaufforderungen nachzukommen? Call-to-Actions sind hier das Stichwort. Damit du deine Kunden richtig führst, sind klare Botschaften ganz besonders wichtig. So gewinnst du Kunden, Abonnenten, Likes und Shares. Wir möchten dir heute gemeinsam mit Semrush zeigen, wie du die richtigen Call-to-Actions setzt, um deine Conversions zu steigern.

So startest du deinen Call-to-Action:
Nutze klare und präzise Wörter für die Formulierung deines Call-to-Action (CTA). Nur so hast du die Chance, dass deine Nutzer wissen, was du von ihnen erwartest. Merke: Du möchtest mit deinem CTA keine falschen Erwartungen wecken. Wenn dein E-Book beispielsweise kostenpflichtig ist, dann kommuniziere es deutlich, bevor sich deine Nutzer durch den Prozess klicken.

Diese Arten von CTAs solltest du kennen:

  1. Pay Per Click (PPC)
    Hier wird ein PPC Call-to-Action auf einer SERP (Search Engine Result Page) angezeigt. Das Wort „Anzeige“ zeigt dir, dass es sich um eine bezahlte Anzeige handelt und nicht um ein organisches Suchergebnis. Der Pay Per Click CTA bietet dir mehr Platz für Metadaten und HTML Links, verglichen mit einem regulären Suchergebnis. Folglich ist es optimaler, damit du deine Nutzer dazu bringst, Handlungen auszuführen und auf deinen Link zu klicken.
  2. Website Landingpages
    Auf deiner Landingpage kannst du Call-to-Actions sehr gut einbauen und deine Nutzer zu der gewünschten Handlung auffordern. Das Ziel legst du hierbei fest: Beispielsweise die Eingabe der E-Mail-Adresse, der Download deines E-Books, die Registrierung zu deinem Newsletter oder auch die Teilnahme an einer Veranstaltung. Es ist oft so, dass Landingpages nach der Eingabe der Kundeninformationen im Gegenzug eine unentgeltliche Leistung anbieten. Ein Beispiel hierfür ist ein CTA „Kostenlos herunterladen“, wenn es sich um einen Seminarkatalog oder eine andere Infobroschüre handelt.

Die CTAs der 121WATT findest du hier auf einen Blick:

3. SEO-Meta-Beschreibung
Eventuell ist das nicht das Erste, wenn du an CTAs denkst, jedoch kann die Meta-Beschreibung, die du für ein Suchergebnis nutzt, auch eine Handlungsaufforderung beinhalten. Verwende an dieser Stelle präzise Worte, denn du hast nur maximal 160 Zeichen zur Verfügung, um deine Nutzer davon zu überzeugen, auf den Link zu klicken und deinen Content zu konsumieren.

Die Top 3 Call-to-Action Strategien für dich:

  1. Lead-Anfragen ankurbeln
    Wenn sich dein Unternehmen auf den Verkauf oder das Sicherstellen von Einnahmen fokussiert, dann sind Leads enorm wichtig. Newsletter-Abonnenten sind z. B. eine ideale Möglichkeit, deine Datenbank aufzubauen. So gewinnen deine Abonnenten eine Beziehung zu deinem Unternehmen und du kannst regelmäßig mit deinen Abonnenten in Kontakt treten. Lead-Magnete an der Stelle sind beispielsweise kostenlose Leitfäden zum Download oder auch eine kostenlose Testversion, sodass dein Kunde erst probieren kann und sich dann für einen Kauf entscheidet. Das bietet deinen Kunden ein faires Kennenlernen deines Produktes oder deiner Dienstleistung und sie können entscheiden, ob es ihre Erwartungen erfüllt.
  1. Produktkäufe
    Dein Ziel ist es, dass du gefunden wirst, deine Nutzer Vertrauen aufbauen und bei dir kaufen. „Jetzt einkaufen“ ist ein typischer CTA, um deine Nutzer aufzufordern, deinen Onlineshop zu durchstöbern und einen Einkauf zu tätigen. Verwendest du den CTA „Jetzt 15 % Rabatt“, signalisierst du, dass sie mit dem Einkauf eine Ersparnis erzielen und das Interesse wird gesteigert. Manchmal ist es tatsächlich so, dass Kunden ein bisschen mehr Geld ausgeben und mehrere Produkte erwerben, nur um einen prozentualen Rabatt zu erhalten. „Buche jetzt“ ist eine optimale Handlungsaufforderung für Coaching-Sitzungen, Seminare oder Fitnesskurse.
  1. Zum Lernen begeistern
    Nutze hier z. B. einen CTA wie „Erfahre mehr“, denn so fragst du ab, ob deine Nutzer an weiteren Inhalten und tiefgehendem Wissen interessiert sind. Dies kann beispielsweise zum Herunterladen eines Anmeldeformulars führen. 

📌  Du hast gelernt, welche Arten und Strategien von Call-to-Actions es gibt. Klicke hier, wenn du jetzt wissen möchtest, wie dir gezielte Marktforschung bei deinen Call-to-Actions weiterhilft. 

Advanced

Usability-Test: Wie nutzerfreundlich ist deine Website?

Wie bringst du deine Nutzer dazu, länger auf deiner Seite zu bleiben? Klar, Inhalte sind wichtig und der Kunde muss sich per se erstmal für dein Thema interessieren. Aber auch die Nutzerfreundlichkeit deiner Seite hat eine enorme Auswirkung auf die Verweildauer deiner Kunden auf deiner Seite. Nicht umsonst ist die Nutzerfreundlichkeit deiner Seite auch ein Qualitätskriterium für Google. Wir möchten dir diese Woche gemeinsam mit Kinsta erklären, wie du einen Usability-Test für deine Website durchführst und damit deine Website noch besser optimieren kannst.

Schritt 1: Metriken & Aufgabenanalysen
Als Erstes solltest du festlegen, wie du die Benutzerfreundlichkeit deiner Website überhaupt messen willst. Dazu musst du dir folgende drei Fragen stellen:

– Was sind die Ziele des Benutzers?

– Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um das Ziel zu erreichen?

– Wie wird der Aufwand gemessen?

Auf Basis dieser Fragen erstellst du eine sogenannte Aufgabenanalyse, mit der du die Aufgaben und die Zeit, die zum Erledigen der Aufgabe genutzt wird, direkt feststellen kannst. Jede Aufgabenanalyse basiert auf einem Flussdiagramm, bei dem alle einzelnen Schritte beschrieben werden. Zur Veranschaulichung haben wir hier ein ganz vereinfachtes Beispiel mit dem Ziel „Kaffee kochen“:

 

Schritt 2: Testtyp aussuchen
Aufgrund der in Schritt 1 definierten Schritte kannst du nun evaluieren, welches die beste Testmethode ist. Die folgenden Test-Typen sind die gängigsten:
– Card Sorts
Dieser Test sollte angewendet werden, wenn die Effizienz einer Website angesehen werden soll. Bei diesem Test gibt es zwischen 30 und 60 Karten, die der Nutzer beschriften und logisch miteinander verknüpfen kann. Gegebenenfalls können einzelne Karten auch bereits vorgegeben werden.

– Feldstudien
Wie das Wort schon sagt, gehst du hier „ins Feld“. Bedeutet konkret: Du schaust deinen Nutzern über die Schulter, wie sie durch deine Website navigieren. Diese Methode bringt sehr gute Ergebnisse, ist dafür aber auch extrem zeitaufwendig.

– Eyetracking
Bei dieser Methode tragen deine Probanden eine spezielle Brille, mit denen ihre Augenbewegungen auf dem Screen nachempfunden werden können. Du erfährst, welche Elemente viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen und welche nicht beachtet werden. Auf dieser Basis könntest du deine Website neu gestalten.

Natürlich kannst du auch jederzeit auf bewährte Formen wie Fokusgruppen, A-/B-Tests und Umfragen zurückgreifen.

Schritt 3: Die richtigen Teilnehmer finden
Die richtigen Teilnehmer sind solche, die deiner Zielgruppe angehören. In der Regel werden für Usability-Tests 5 bis 10 Probanden ausgewählt. Kleine Incentives (z. B. 10€-Amazon-Gutscheine) können die Bereitschaft deiner Nutzer, an dem Test teilzunehmen, enorm erhöhen. Für den Fall, dass du wirklich keine Probanden findest, kannst du auch auf Personen aus deinem Unternehmen zurückgreifen. Das aber wirklich nur im äußersten Notfall.

Schritt 4: Wann, wo und wer?
Für die meisten Tests gibt es mittlerweile gute Tools, die eine Remote-Durchführung erlauben. Du musst dich also entscheiden, ob du den Test online oder vor Ort durchführen möchtest. Außerdem solltest du dir überlegen, ob du einen Moderator einsetzen möchtest oder nicht. Dieser hat den Vorteil, dass er deine Probanden durch den Test führen kann und sie sich dadurch gut aufgehoben fühlen. Allerdings solltest du hierfür einen Experten beauftragen – ansonsten könnte der Moderator die Ergebnisse deiner Studie beeinflussen.

Schritt 5: Analyse
Zu guter Letzt musst du deine Tests natürlich auswerten und Schlüsse aus den Ergebnissen ziehen. Aber damit nicht genug. Sobald du deine Website optimiert hast, kannst du schon in die nächste Testphase gehen. Usability Testing ist ein iterativer Prozess, der immer und immer wieder durchgeführt werden sollte. Klingt anstrengend? Ist es auch. Aber eine optimale Nutzererfahrung wird sich definitiv positiv auf die Performance deiner Website auswirken.

Usability Testing ist ein komplexer Prozess, den wir hier nicht bis ins Detail darstellen können. Kinsta hat einen ausführlichen Blogbeitrag dazu verfasst. Schau‘ vorbei!

Beginner

Google Free Listings: Darum lohnt es sich auch für dich 

Du möchtest deinen Nutzern deine Produkte bei Google frei von jeglichen Kosten präsentieren und deine Reichweite steigern? Free Listings bieten dir seit Oktober 2020 diese Möglichkeit auch in Deutschland. Gemeinsam mit Taksu Digital lernst du heute, was es mit den Free Listings bei Google auf sich hat und was du unbedingt beachten solltest.

Was ist Google Shopping?
Google Shopping liefert Suchergebnisse mit Produkteinträgen und Produktinformationen. Hierunter fallen der Produkttitel, der Preis und der Markenname des Händlers. Wenn ein Nutzer nach Sportschuhen sucht, dann erhält er oben oder rechts die Google-Shopping- Anzeigen. Oben stehen die Shopping-Ads-Ergebnisse, gefolgt von den Search Ads, und im unteren Bereich bekommst du die organischen Suchergebnisse angezeigt.

Free Listings einrichten – so geht’s:

  1. Prüfe, ob für deine Website die passende Sprache und Währung eingestellt ist.
  2. Jeder Händler muss seine Produkte in das Google Merchant Center hochladen. Zudem muss jeder Produktfeed mit den Anforderungen der Steuer- und Versandinformationen übereinstimmen.
  3. Außerdem sollte das „Surface Across Google“ Programm im Merchant Center aktiv sein. Für den Genehmigungsprozess deines Produktfeeds solltest du etwa 3-5 Werktage einplanen. Anschließend solltest du deine Produkte in den Shopping- Ergebnissen angezeigt bekommen.

Wie sehe ich den Traffic von den Free Listings?
Entweder du schaust dir deinen Traffic im Google Merchant Center oder in Google Analytics an.:

Im Google Merchant Center: Im Dashboard erhältst du alle Traffic-Informationen, die sich aus den Free Listings ergeben. Dazu zählen z. B. Impressionen, Klicks und die Click-Through-Rate. In deinen Berichten kannst du den Traffic-Bericht anpassen.
In Google Analytics: Du findest den Traffic aus den Free Listings im Quellen-/Medienbericht unter google/organisch in Google Analytics, wenn du auf deiner Website das Google- Analytics-Tracking zuvor eingerichtet hast. Damit du auch entscheiden kannst, welcher Traffic von den Free Listings entstanden ist, musst du UTM-Parameter für jeden Produktlink hinterlegen. Dein UTM-Parameter sieht dann wie folgt aus: utm_source=google&utm_medium=organic&utm_campaign=freelistings 

Google Shopping Free Listings vs. bezahlte Google Shopping Ads
Google bietet Onlineshops weltweit Free Product Listings an. Der Vorteil hierbei: Es kann deinem Unternehmen dabei helfen, den Umsatz aus dem organischen Traffic zu steigern und Reichweite zu gewinnen. Wenn du also in einem E-Commerce-Unternehmen tätig bist und ihr eure Produkte auf Google Shopping vertreiben möchtet oder eventuell neue Zielländer erschließt, dann sind Free Listings optimal. Du musst hier nicht über ein Ads-Budget verfügen, sodass die Einstiegsbarriere gering ist.

Das solltest du beachten:
Jedoch gibt es hier auch Einschränkungen, denn der Traffic von den Free Product Listings ist, verglichen mit den bezahlten Shopping Anzeigen, limitiert. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Google Shopping Ads nicht nur in der Google-Suche erscheinen, sondern ebenso auf den Websites von Google-Suchpartnern sowie dem Google-Display-Netzwerk angezeigt werden. Die Google Shopping Free Listings werden im Gegensatz dazu nur im Google- Shopping-Tab angezeigt. Zudem erscheinen Google-Shopping-Ads an einer sichtbareren Position, und zwar über den Free Listings, sodass sie zuerst wahrgenommen werden und aufmerksamkeitsstärker sind.

📎 Weiterführende Informationen und anschauliche Screenshots, wo die Free Listings zu finden sind, bekommst du bei Taksu Digital. Außerdem findest du im Artikel von t3n Informationen zu den Voraussetzungen und dem Tracking von Free Listings.

 

Beginner

Content Syndication: Wie nutze ich Content Syndication am besten?

Du möchtest deinen hochwertigen Content in Zukunft noch besser nutzen? Ohne viel Zeit in ständig neuen Content zu investieren, kannst du deine Reichweite steigern und dein Engagement erhöhen. Hast du schon einmal von Content Syndication gehört? In einem neuen Artikel vom Content Marketing Institute und Ryte zeigen wir dir, was die Mehrfachverwendung von Content ist und wie du die richtige Plattform auswählst. 

Content Syndication – das bedeutet es:
Das erneute Veröffentlichen von Inhalten auf Websites von Drittanbietern definiert den Begriff Content Syndication am besten. Hierbei musst du dir bewusst sein, dass diese Contentverteilungsstrategie nur dann erfolgreich klappen kann, wenn du eine starke Content-Marketing-Strategie als Basis hast und hochwertige Inhalte kreierst, die deine Zielgruppe interessiert.

Content Syndication für deinen SEO-Auftritt

Mithilfe der Mehrfachverwertung deines Contents kannst du natürlich Traffic auf deine Website lenken. SEOs sollten diese Strategie im Hinblick auf „Duplicate Content“ und „Spamming“ jedoch mit Vorsicht nutzen. In erster Linie sollte die Content Syndication einen Nutzen für den User aufzeigen und Relevanz für die eigene Seite bedeuten.

Hürden bei der Content Syndication:
Rechtliche Probleme: Für Publisher entsteht hier ein urheberrechtliches Problem, denn wenn du fremde Inhalte auf deiner Seite einbindest, muss zuerst der Content Provider zustimmen. Merke: Es ist nicht zu empfehlen, ohne zu fragen Inhalte eines RSS-Feeds auf der eigenen Seite darzustellen.
Fehlende Vielfalt: Wenn einige Websites sich an den Inhalten eines Content Providers bedienen, so geht die Einzigartigkeit der eigenen Website ein Stück weit verloren. Das bedeutet, dass die syndizierten Inhalte im schlimmsten Fall sowohl von Google als auch von Usern als Spam empfunden werden.
Duplicate Content: Wenn du RSS-Feeds oder andere syndizierte Inhalte auf deiner Website zur Verfügung stellst, besteht die Gefahr des Duplicate Contents. Daher hilft es, die ausgehenden Links mit rel=“nofollow“ zu kennzeichnen.

Finde die richtige Plattform:

Damit du für deine Contentverteilungsstrategie das passende Format findest, solltest du vorab Überlegungen anstellen, sodass dein Inhaltsformat zur Plattform passt, du eine hohe Nutzerschaft erreichst und die Plattform mit deiner Markenvision übereinstimmt.

 Beliebte Plattformen im Überblick:
Social Media Kanäle:
Du kannst die Social Media Accounts deines Unternehmens, wie z. B. Instagram, Facebook oder Twitter nutzen, um deinen Content bereitzustellen.
RSS Feed:
Der RSS Feed (Really Simple Syndication) stellt eine gute Plattform. Du kannst einen XML-orientierten Feed erstellen und deinen Content veröffentlichen. Nutzer können deine Inhalte dann per RSS-Reader abonnieren und erhalten immer aktuellen Content angezeigt, sobald du diesen veröffentlichst.
Kostenlose Plattformen:
Du kannst deinen Content auch auf kostenlosen Plattformen wie z. B. Lifehacker oder HuffPost syndizieren, wenn dein Content ansprechend gestaltet und für deine Zielgruppe relevant ist.
Bezahlte Plattformen:
Du kannst einen Syndication-Anbieter dafür bezahlen, deine Inhalte auf Drittanbieter-Websites zu veröffentlichen. Aber hier musst du teilweise tief in die Tasche greifen, um deine Inhalte zu veröffentlichen. Taboola und Outbrain sind hier mögliche Anbieter.
DIY-Plattformen:
Natürlich kannst du es auch selbst in die Hand nehmen. Hierfür veröffentlichst du deinen Content z. B. auf LinkedIn oder Medium. Allerdings musst du hier selbst aktiv werden, um dir auf der Plattform ein Publikum aufzubauen.

Du möchtest passende Formate und Best Practices in der Content Syndication kennenlernen? Dann hilft dir der Artikel des Content Marketing Institutes weiter.

Beginner

Marketingpsychologie: Cross- und Upselling mit Rankings

Musikcharts, Bestsellerlisten für Bücher, „Die Top 10 besten Ausflugsziele in München“… fast überall in unserem Alltag finden wir irgendwo Ranglisten vor. Und das aus gutem Grund. Zum einen bieten sie Menschen bei Entscheidungen eine Orientierung, zum anderen können Ranglisten oder Rankings die Menschen zu etwas motivieren, wenn sie selbst Teil einer solchen Rangliste sind. Diese Woche möchten wir dir gemeinsam mit Konversionskraft  erklären, wie du dir ein Ranking, z. B. in deinem Onlineshop zunutze machen kannst.

Das Ranking gilt als sogenanntes Behavioral Pattern. Das sind psychologische Prinzipien, die unsere (Kauf-) Entscheidungen und unser Kaufverhalten beeinflussen. Du findest hier eine ganze Reihe verschiedener Behavior Patterns, die sich gut im Online Marketing anwenden lassen. Jetzt wollen wir uns das Pattern Ranking genauer ansehen.

Dank verschiedener Filteroptionen hat eigentlich jeder Online-Shop die Möglichkeit Ranglisten anzuzeigen. Der Kunde kann auswählen, welches Produkt ganz oben stehen soll: das neueste, das günstigste, das meist verkaufte … Diese Listen geben ihm eine Orientierung und helfen ihm dabei, leichter eine Kaufentscheidung zu treffen. Denn was ganz oben steht, muss gut sein. Das hat sich so in unser Gehirn eingeprägt.

Jetzt kommen wir zum spannenden Punkt: Wie kann ein Ranking dein Up- und Cross-Selling verbessern?

Die meisten Shops besitzen bereits die Liste „Andere kauften auch“ oder „Das könnte dir auch gefallen“. Das sind aber oft reine Aufzählungen scheinbar wahllos aufeinanderfolgender Produkte und du erfährst nicht, warum dir das Produkt auch gefallen könnte. Viel schlauer wäre es, hier ein Ranking nach „Das haben die meisten Kunden gekauft“ zu erstellen, in dem mit Prozentzahlen angezeigt wird, wie viele Nutzer, die sich ein bestimmtes Produkt angesehen haben, daraufhin ein anderes Produkt gekauft haben.

Du solltest beim Cross-Selling nicht einfach deinen Algorithmus arbeiten lassen. Definiere, warum der Kunde Produkt B auch kaufen sollte, wenn er Produkt A gekauft hat und stelle auf Basis dieser Definition eine Rangliste zusammen, welche Produkte am besten zum gekauften Produkt passen. 

Eine andere Variante von Rankings im Up- und Cross-Selling sieht man oft bei Mobilfunkanbietern oder Dienstleistern, unterschiedliche Pakete zu verschiedenen Preisen anbieten. Durch das Nebeneinanderstellen von Listen für die verschiedenen Varianten eines Produkts wird eine Rangliste erstellt, die es dem Kunden sehr leicht macht, zu identifizieren, welches Produkt er wirklich braucht.

Im Endeffekt kommt alles auf den Kontext an. Es nützt dir nichts, deine „Top 10“-Produkte darzustellen, wenn du den Kunden nicht darüber informierst, in welcher Kategorie es die Top-10-Produkte sind. Sind es die am häufigsten verkauften Produkte? Sind es die Produkte mit den meisten Bewertungen? Sind es die Produkte mit den besten Bewertungen? Gib deinem Kunden ein paar mehr Informationen darüber, warum die Produkte in der Liste so angeordnet sind, wie sie es nun mal sind.

Mehr Infos zum Behavior Pattern Ranking bekommst du hier.

Neues aus der Tool-Kiste 🔧

Wenn du die Aufmerksamkeit deiner Kunden geschickt auf dich lenken möchtest, empfehlen wir dir das Tool Survey Anyplace. Du hast die Möglichkeit, Fragebögen, Tests und Beurteilungen zu erstellen, die am Ende der Umfrage personalisierte Empfehlungen und wertvolle Tipps für deine Nutzer liefern. So gelingt dir auf kreativem Weg ein erstes Gespräch mit deinen Kunden.

 

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